"Fremd ist der Fremde nur in der Fremde"
Karl Valentin

Samstag, 28. April 2012

Des Königs Reise auf die Insel Rügen


Flirt in Stralsund
Der König wollte wieder einmal die raue baltische See sehn. Also beauftragte er seine Leute, kurzfristig eine Fahrt dorthin zu organisieren. Am frühen Morgen des 25.04. anno 2012 fuhr der König dann mit einem roten Zug der DB von Berlin-Hbf tief in den hohen Norden. Im Zug war es sehr rumpelig, die Sitze waren unplüschig und auch eine Klimaanlage gab es nicht. Diese spezielle Zuggarnitur wird von Fachleuten auch gern als Schweinepark bezeichnet.
In Stralsund stieg der König in einen königlicheren Zug. Es war ein moderner Triebwagen namens FLIRT, in dem das Reisen doch angenehmer war. In Lietzow nochmal umgestiegen, schon konnte seine Plüschigkeit am Zielbahnhof Prora die salzige Seeluft schnuppern.

Heimatgefühle im Museum
Kaum ausgestiegen, wollten zwei Mitglieder des Königs Delegation (namentlich Birne und Adolf) das Eisenbahn- und Technikmuseum besuchen. Der König aber hatte keine Lust. So gab ein Wort das andere, es wurde laut. Am Ende ließ sich der König erweichen. Die quengelnden Untertanen hatten ja sonst nichts womit sie ihren grauen Alltag aufhellen konnten. Außerdem gibt der Klügere nach und es sollten ja auf so einer schönen Fahrt auch keine Tränen fließen.
Nach dem Museumsrundgang begab sich die königlich-plüschige Prozession über das KdF-Bad Prora strandseitig gen Binz.

Der Koloss von Rhodos Prora
Diesen Spaziergang genoss der König sehr. Die Seeluft schnuppern, den Wind in den Haaren unter der Krone spüren, die königliche Politik vergessen. Da kann auch ein König mal weich werden und ins träumen kommen...
Au, Sand in den Augen

Nur als Strandsandkörner des Königs Augen reizten, wurde er etwas zornig. Das verging wieder schnell, als er eine schöne Muschel fand.



Yeah!


Hallo? Jemand da?














In Binz angekommen, gab es ein königliches Bier- und Bratwurstmenü auf der Strandpromenade. Auch die mitreisende Garde des Königs durfte kräftig zulangen, beschützten und halfen sie dem König doch immer wieder auf seinen Wegen.

Königliche Promenade
Danach fuhr die Delegation mit der Dampfeisenbahn nach Putbus. Die Bahn war dem König zu langsam, so dass er sich außen am Zug entlanghangelte, um als Erster anzukommen. Clever, aber auch bodenlos leichtsinnig.
Leichtsinn pur











In Putbus wartete bereits der Regelspur-Triebwagen der BR 650 auf des Königs Zustieg um ihn wieder nach Bergen zu bringen. Und von dort ging's via Stralsund wieder nach Berlin.
Das war ein sehr laaanger Tag (Start 6.33 Uhr – Ziel 21.27 Uhr).
Trotzdem schön.

Freunde fürs Leben


 Weitere Bilder der Fahrt

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