"Fremd ist der Fremde nur in der Fremde"
Karl Valentin

Samstag, 10. März 2012

Des Königs Reise nach Thailand


Der König besucht im Januar das Königreich Thailand. Er möchte sehen, wo und wie andere Könige leben.

Ayutthaya-Wat Chaiwattanaram
Nach dem langem Flug in Bangkok angekommen muss er sich erst einmal ausruhen. Ein Bett für ein Königreich, oder doch nicht?

Mein Bettchen

Nach einem kurzen Schläfchen geht es zur ersten Station in Bangkok, dem Lumpini Park. Dort begegnet er einem merkwürdigen Gesellen, der ihm seinen Namen nicht verraten wollte. Er verschwieg ihm auch, was er dort suche und wer oder was er eigentlich darstellen will.

Wer bist du und was willst du hier?

Der König auf Stadtrundfahrt
Am nächsten Tag bricht er zu einer Stadtrundfahrt durch Thailands Metropole auf. Diese ist für ihre vielen Tempel berühmt, von denen er einigen einen Besuch abstattet. Die meisten Einwohner Thailands sind Buddhisten und verehren diese in zahlreichen und sehr schönen Tempeln.
Der erste Tempel ist der Wat Traimit (vollständiger Name: Wat Traimit Witthayaram Wora Wiharn). In diesem wird der goldene Buddha verehrt. Die Tour führte durch China Town zum Königstempel und Königspalast (Wat Phra Keao). Highlight des Tempels ist der Smaragd-Buddha. Zuerst muss der König an den Tempelwächtern vorbei, die ihm ziemlich groß und furchteinflößend erscheinen.
Tempelwächter

Nachdem dies gelungen ist, verneigt er sich vor dem Smaragd-Buddha aus diplomatischen Gründen. Dieser trägt gerade sein Wintergewand, da in Thailand im Moment wunderlicherweise Winterzeit ist und das bei über 30°C. Im Tempel befinden sich auch eine Bibliothek (nicht öffentlich zugänglich) und einige imposant gestaltete Gräber, die Chedis genannt werden. In diesen Chedis wird ein Teil der Asche der Verstorbenen aufbewahrt. Die anderen Teile der Asche werden Flüssen beigegeben und zu Hause bei den Hinterbliebenen aufbewahrt. Der Königspalast ist Bestandteil dieser Sehenswürdigkeit. Hier werden Staatsempfänge gegeben. Der König Rama IX. wohnt hier nicht, da sein Bruder in diesem Palast gestorben ist. Mit Brüdern kennt sich unser König aus. Leider kommt es auch nicht zu einem Treffen der beiden Könige.
Des Königs Palast


Letzte Station der Tempeltour ist der Wat Pho (vollständig: Wat Potharam) mit dem liegenden Buddha. Diese Statue ist 15 m hoch und 46 m lang. Die Fußsohlen sind mit Perlmutt-Symbolen verziert, die Geschichten darstellen. Nachmittags steht noch eine Fahrt auf dem Chao Phraya, dem Hauptfluss Thailands, und durch die Klongs auf dem Programm.

Ein Klong!
Nach den erlebnisreichen Tagen in Bangkok führt die Reise nach Norden in eine der alten Hauptstädte, Ayutthaya. Ayutthaya war bis vor 230 Jahren die Hauptstadt Thailands. Hier ist der Wat Chaiwattanaram sehenswert, der nach dem Hochwasser im November 2011 derzeit nicht vollständig zugänglich ist. Der Wat Na Phra Men beherbergt eine eindrucksvolle sitzende Buddha-Statue.
Mit einem nächtlichen Zwischenstopp in einer mittelmäßigen Herberge führt die Reise nach Chiang Mai, der zweitgrößten Stadt Thailands. Hoch oben über der Stadt befindet sich der Wat Phra That Doi Suthep. Der Abend klingt mit thailändischen Tänzen, Essen und einer Stadtrundfahrt aus. Die Stadtrundfahrt erfolgte mit den für Thailand typischen Tuk Tuks. Wie es sich für einen König gebietet, erfolgte diese mit Polizeieskorte. Das Programm des nächsten Tages sieht einen Besuch im Elefantencamp und eine anschließende Floßfahrt vor.

Der König bei den Rüsseltieren
Der Elefant ist das Wappentier von Thailand und gilt als königliches Tier, mit ihm gewannen die Thailänder den Krieg gegen die Burmesen. Abends war geschlossene Gesellschaft, der König und sein Gefolge benötigten etwas Privatsphäre.

Wat Traimit Witthayaram Wora Wiharn
Nach 2 Tagen in Chiang Mai verläuft die Reise wieder südwärts. Ziel ist Sukhothai. Der Geschichtspark mit seinen Tempeln Wat Mahathat , Wat Si Sawai, , Wat Sa Si , Wat Si Chum und anderen Tempelanlagen. Dem König wurde schon ganz schwummrig von den vielen komischen Namen. Das berühren der Hand Buddhas im Wat Si Chum soll Wünsche erfüllen, darum tat es auch der Reisebegleiter des Königs. Zur Nachtruhe wird die Stadt Phitsanulok angesteuert.
Nach einer nächtlichen Entspannungsphase besucht der König den Wat Phra Si Ratana mit dem Bronzebuddha. 
Anschließend schaut sich der König den morgendlichen Beginn des Schulunterrichts in einer Grundschule an. Jeden Morgen wird wie überall im Land die Nationalhymne gespielt und alles verharrt in diesen Minuten. Der König überlegt, ob er diesen schönen Brauch auch in seiner Heimat einführt. Danach erfolgt die Morgenansprache des Direktors mit Auswertung des vorherigen Tages. Auch dieses Ritual gefällt dem König gut.
Bildnisse von Buddha und des Königs sind überall gegenwärtig.  Die Thailänder verehren Buddha und den König sehr, deshalb wird diese Tradition an die Kinder schon in der Schule weitergegeben.
Der Rest des Tages ist für die Rückfahrt nach Bangkok vorgesehen, wo der König und sein Begleiter das Flugzeug zu ihrem Urlaubsort auf Koh Samui besteigen. Dort wird er einige Tage ausruhen und sich ein wenig auf der Insel umsehen.
Nach ein paar Entspannungstagen am Strand bricht der König zu einer Inselrundfahrt auf. Zuerst geht es zu Großvater und Großmutter (Hin Ta Hin Ya).

Penisfelsen

 Der Name kommt vom Aussehen, der Felsen mit dem Aussehen eines Phallussymbols ist der Großvater und auf Großmutter steht der Fotograf. Manchmal sind Menschen komisch, auch die Thais, denkt der König. Der mumifizierte Mönch  ist wie ein Heiligtum. Er wusste, wann er stirbt, und hörte 10 Tage vor seinem Tode mit dem Essen und Trinken auf, das würde dem König aber nicht einfallen.

Hinweise beachten!

Mit dem Jeep geht es dann in das bergige Inselinnere, vorbei am Wasserfall zur Secret Garden, einem idyllischen Örtchen.  Natürlich darf ein Besuch beim Big Buddha nicht fehlen, er ist das Wahrzeichen von Koh Samui. Aber auch hier gilt es, zuerst an den Tempelwächtern vorbeizukommen. Aber darin ist der König und seine Garde jetzt schon geübt.
Die letzten Tage des königlichen Besuches in Thailand verbringt dieser ganz privat und relaxt am Strand in Chaweng.
Sukhothai-Wat Sa Si

Sukhothai-Wat Si Sawai


Dem König gefällt das Königreich Thailand. Er bedauert, den von allen Thailändern so verehrten König Rama IX. nicht getroffen zu haben, hofft dies bei seinem nächsten Besuch in diesem schönen Land nachholen zu können. Von seinen Untertanen ist er sehr angetan und hat die Gastfreundschaft genossen. Der König wird wiederkommen, das verspricht er hiermit.
Der Rückflug verlief ohne Zwischenfälle und Turbulenzen und damit verabschiedet sich der Reisebegleiter an dieser Stelle. Er dankt dem König für die Ehre, ihn begleiten zu dürfen und den Thailändern für ihre Gastfreundschaft.
Nur an die komische Sprache kann sich der König nicht gewöhnen.

Gastbeitrag


1 Kommentar:

  1. Michael (der Lena-Freund)10. März 2012 um 22:16

    Nanu, ein Pullerbild in diesem seriösen Blog?

    Ich verurteile das auf das Schärfste ;-)


    Wiedasehn

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