Dem Getreuen sollte in Anwesenheit des Königs prophylaktisch ein oder mehrere Zähne gerissen werden. Lange hat der gute Mann gezögert, aber die Liebe und Hingabe zum König machte ihm dieses Opfer dann doch leicht. Der Dank des Königs war ihm sicher. Beim Gedanken daran wurde ihm ganz warm ums Herz.
| Vorfreude auf die Behandlung |
Nach Ankunft im Hause des Dentisten erfuhr der König, dass die zu behandelnden Menschen heutzutage mit chemischen Mitteln narkotisiert werden, bevor die Zähne samt Wurzeln ans Tageslicht befördert werden. Ein Fortschritt ist auch, dass die Behandlung nicht mehr auf dem Marktplatz, sondern in eigens für diesen Zweck bereit gehaltenen Räumen stattfindet. So dringen die Schreie nicht nach außen. Auch viele metallische Instrumente wurden dem König gezeigt. Ähnlichkeiten mit den Gerätschaften des Chirurgen und des Folterknechtes sind nicht zu übersehen.
| Noch lachen alle ... |
| Der König und der Komapatient |
| Vorher ... |
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| ... nachher |
Die hübsche Zahnärztin samt ihrer netten Schwesternschaft ging dann geschwind ans Werk. Mit geübten Handgriffen wurde der Patient auf den Stuhl verbracht und ruck-zuck war der erste Zahn gerissen. „Bei der heiligen Apollonia!“ - durchfuhr es den König, als das Blut hellrot vom Kinn des armen Getreuen tropfte. Dem König wurde ganz schlecht. Aber nach einem kleinen Schnäpschen aus dem Plastebecher ging es ihm schon wieder viel besser.
| Der König hat gesunde Zähne |
Während der Patient noch wimmernd auf das Abklingen seiner Schmerzen wartete, führte die Zahnheilkundlerin eine kostenlose Durchsicht an des Königs Zähnen durch. Dabei entdeckte sie eine Stelle am Prämolar 25, die von des Königs feinen Speisen und Getränken arg angegriffen war. Eine Sofortreparatur konnte mit modernsten medizinischen Mitteln durchgeführt werden. Anschließend bekam der König ein Pflaster auf die Reparaturstelle. Der König mag Pflaster. Sie zeugen von Leidensfähigkeit.
| Die Erinnerung bleibt ewig |
Nach den Behandlungen trafen der König und seine Gastgeberinnen noch zu einem kurzen Erfahrungsaustausch zusammen. Es wurden aktuelle Probleme aus dem Bereich der Mundhygiene erörtert und Kuchen aus weißem Mehl gereicht, dazu gab es ein Tässchen Kaffee.
Der König fuhr mit einem frischen Mundgefühl und einer Probepackung Zahncreme nach Hause.
Das Lächeln der Zahnärztin behält er im Herzen.

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