"Fremd ist der Fremde nur in der Fremde"
Karl Valentin

Mittwoch, 4. Januar 2012

Des Königs Reise nach Fritzlar

Ein freies Land - so weit das Auge reicht
Kaum einer kennt sie, aber es gibt sie doch  - die Dom- und Kaiserstadt Fritzlar. Der König stattete der kleinen Ortschaft in der Mitte Deutschlands am Jahresende einen kurzen Besuch ab.
Die alte Innenstadt mit ihren Fachwerkhäuschen und den engen Gassen macht einen recht pittoresken Eindruck. Das Programm des Königs wurde des Wetters wegen recht kurz gefasst. Als Erstes erkundete der König das Krämerviertel. Dabei entdeckte er in einer Auslage eine schöne Modelleisenbahn. Der König mag Modelleisenbahnen und klatschte vergnügt in die Hände. Die Bahn stand aber nicht zum Verkauf, es war nur ein Lockmittel in einem Brillenladen. Der König braucht aber keine Brille.

Tschu-Tschu

Beim darauf folgenden Gang über den Marktplatz besah sich der König die schönen alten Fachwerkhäuser und entdeckte einen übrig gebliebenen Weihnachtsbaum und einen Brunnen. Der Brunnen war recht alt. Der König wagte allerdings nicht, in den Brunnen zu sehen. Er hatte Furcht, dass es ihm so erging wie der armen Pechmarie. Die hat aber auch Pech gehabt. Das wollte der König nicht.





Hier möcht der König nicht reinfallen
Oh Tannenbaum











Ein paar Gassen weiter fand der König und sein Gefolge den Dom zu Fritzlar. Im Vorraum dieses imposanten Hauses war ein Krippenspiel aufgebaut. Das hat dem König gut gefallen. Vor allen Dingen das Kamel der heiligen drei Könige hat es dem König angetan. Kamele haben Höcker. Der König möchte auch ein Kamel.

Ein Kamel aus Afrika

Hier wird nicht geknipst


Vor dem Dom fand der König dann eine steinerne Kugel. Er versuchte sie wegzurollen, aber das schaffte er nicht. „Betrug - die Kugel muss irgendwie am Boden festgemacht sein“ - dachte der König. Der König war sehr enttäuscht.

Vorwärts geht nicht
Rückwärts auch nicht



Aber die Enttäuschung verflog schnell, denn einige Meter weiter lernte der König den Holzfäller-Mönch namens Bonifatius kennen. Der König schloss mit dem herzenzguten Eisenmann schnell Freundschaft. Die beiden edlen Männer wollen in Kontakt bleiben.



Zwei gute Freunde

Nach dem Gespräch mit dem Mönch besah sich der König noch die Stadtbefestigung von Fritzlar. Am Grauen Turm, dem höchsten erhaltenen städtischen Wehrturm Deutschlands, überzeugte er sich von der Wirksamkeit der Folter- und Prangerinstrumente im Eigenversuch.



Das wirkt
Sehr hoch - oijoijoi


Pinkeln auch in der Mittagspause










Da das Wetter schnell schlechter wurde, brach der König die Stadtbesichtigung ab. Allerdings nicht ohne den Bewohneren zu versprechen, bei wärmeren Temperaturen diese schöne Stadt noch einmal zu besuchen. Dann soll auch ein Fest mit Speisen, Getränken, Weib und Gesang stattfinden. Der König freut sich schon darauf.

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