"Fremd ist der Fremde nur in der Fremde"
Karl Valentin

Freitag, 1. Juni 2012

Des Königs Reise ins Hessische




Der König ist beeindruckt

Der König machte sich bei schönsten Sommerwetter auf, um verschiedene Sehenswürdigkeiten im Raum Kassel anzuschauen. Unterkunft fand der König bei alten Bekannten in Fritzlar. Von dort aus ging es gleich am ersten Reisetag nach Waldeck. Dort sollte es eine imposante Burg geben. Vor dem Burgaufgang stand ein Holzmann, mit dem der König und sein Begleiter schnell Freundschaft schlossen. 

Alte Leute unter sich

In der Burg Waldeck selbst besah sich der König im Verlies Folterinstrumente, einen Hexenspund und ein Richtschwert, mit welchem original Köpfe abgeschlagen wurden. Dem König liefen, wie auch während der gesamten Führung durch die Verliese, kalte Schauer über den Rücken. Und der König war beeindruckt. 

Hans-Jürgen steht vorm Schilderhaus



 Draußen auf der Aussichtsplattform dann bei schönsten Sonnenschein konnte der König gewaltige Kanonen bewundern. Sie wurden einst als Beute von einem Feldzug des Grafen zu Waldeck mitgebracht. 

Pulvergeruch gefällt dem König










Nach einem kurzen Rundblick über das hessische Land ging es für den König weiter zur Edertalsperre unterhalb der Burg. Talsperren kannte der König bis dato noch nicht, entsprechend erstaunt war er ob der schieren Größe der Staumauer. 

Waghalsiges Manöver
Auf der einen Seite war viel Wasser, auf der anderen Seite sehr wenig. Das Prinzip Talsperre wurde ihm dann von seinem Begleiter erklärt. Auch erfuhr er, dass diese Staumauer im Jahr 1943 von einer britischen Rotationsbombe schwer getroffen wurde und brach. Riesige Wassermassen ergossen sich ins Tal und ertränkten Mensch und Tier. Der König war erschüttert über diese Art von Kriegsführung. Feige Anschläge gegen die Zivilbevölkerung sind dem König zuwider. Mann gegen Mann – das ist des Königs Devise.

Mauer mit König

Bei einem guten Mahl (es gab Knusperforelle) kam der König aber wieder auf andere Gedanken.






Am zweiten Reisetag fuhr des Königs Trupp nach Kassel. Da die Zeit begrenzt war und der König nicht alle sehenswerte Stätten besuchen konnte, musste er sich entscheiden. Die Wahl fiel auf die Wilhelmshöhe. Nicht der neue ICE-Bahnhof, sondern der Bergpark mit dem Herkules sollte das Ziel sein.

Ganz oben steht der Herkules

Als Erstes fiel dem König das Schloss Wilhelmshöhe mit seinen gigantischen Ausmaßen ins Auge. Nach kurzer Rast ging es über idyllische Waldwege weiter zur Löwenburg. Dort wollte der König etwas trinken. Der ortsansässige Automat konnte ihm aber nichts anbieten. „Leer- bitte neu wählen“ las der König immer wieder auf dem Display. Er war sehr enttäuscht. Und auch sehr durstig.

Löwenburg ohne Löwen

Der kleine Racker versteckt sich









Die Löwenburg selbst erscheint dem Betrachter sehr pittoresk. Errichtet als Ruine wirkt sie wie ein Dornröschenschloss. Allerdings gibt es keine Dornenhecke. Es gibt aber neben der Löwenburg eine Art Heckenlabyrinth. Darin konnte der König herumtollen und allerlei Schabernack mit seinen Begleitern machen. 



Nach einem weiteren Waldspaziergang erreichte des Königs Gruppe die Kaskaden unterhalb des Herkules. 535 Treppenstufen warteten nun auf des Königs kleine Füße um den Gipfel zu erreichen. 

Da bin ich hochgelaufen
Aber ohne Klagen schaffte der König diese Herausforderung und erreicht das Ziel. Dort belohnte er sich und seine Mannen mit erfrischenden Getränken. Auf der Höhe liefen viele Rentner mit Silberhaar, Hüft- und Knieschaden herum. „Wie haben die denn den Aufstieg geschafft, wenn sogar ich trainierter Typ schwer damit zu kämpfen hatte?“ fragte sich der König. Aber ein kurzer Blick hinter die Gaststätte enthüllte das Geheimnis. Ein Busparkplatz! Da hätte es sich der König dann auch leichter machen können.
Ein Mann - ein Glas












Vor dem Abstieg wies der König den örtlich zuständigen Wasserwart an, die Kaskaden und weitere Wasserspiele unterhalb im Park in Betrieb zu nehmen um des Königs Augen zu erfreuen. 

Keine Angst - er ist gesichert
Der Angestellte kam dem Wunsch sofort nach. So konnte der König auf dem gesamten Wege zur königlichen Kutsche verschiedenste Wasserattraktionen bewundern. Auch das einfache Volk, das im Park umherwanderte, erfreute sich an diesen wahrhaft königlichen Wundern. 

Königliche Wasserspiele
Mit neuen Eindrücken geradezu übersättigt machte sich der König auf in die Herberge, um nach einer Nacht dann den Weg in die Heimat anzutreten.
„Schön wars“, dachte er noch beim Einschlafen

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