"Fremd ist der Fremde nur in der Fremde"
Karl Valentin

Montag, 12. März 2012

Des Königs Reise nach Bari

Gleich nach der Rückkehr aus Thailand ging es wieder südwärts für den König. Er hatte nur kurz Zeit, um seine Sachen zu wechseln. Diesmal sollte die Tour übers Wochenende nach Bari, ins sonnige Süditalien führen. Bari ist die Hauptstadt der Region Apulien und eine bedeutende Hafenstadt an der Adria.
Mit guter Laune und einer Badehose im Gepäck flog der König an den Stiefelabsatz des italienischen Kontinents.

Der König steigt aus, Andere steigen ein

Beim Ausstieg aus dem Flieger wurden des Königs Augen von grellem Licht geblendet. Aber es war mitnichten des sonnige Sandstrand, der des Königs Sehnerv reizte. Schnee war es, der in diesen Regionen unbekannte kalte Stoff.
Da sich der König aber von solchem Unbill nicht die Laune verderben lässt, fuhr er mit seiner Begleitung gleich in die Herberge um sich wollene Unterhosen anzuziehen, die des Königs Kammerzofe vorsorglich einpackte. Der König wird die Zofe dafür belobigen.



Schnee, so weit das Auge blickt

 Nachdem Seine Plüschigkeit stadtfein war, stand ein Besuch eines Ristorante an. Verschiedene Fleisch- und Fischgerichte, Pasti und Antipasti wurden dem König in diesem Lokal gereicht. Dazu gab es Wein, köstlichen Wein.
Mmmmmh, Essen!


Leicht beschwipst und mit einem angenehmen Völlegefühl im Bauch folgte ein Rundgang durch die Stadt. Dabei besah sich der König den Fischmarkt, wo es nach Fisch roch. Die Kathedrale von San Sabino, die Basilika von San Nicola an der Piazza San Nicola und der Porto Vecchio (der alte Hafen) waren weitere Ziele des Königs. Den Tag abgerundet hat ein Besuch des Teatro Petruzzelli, wo eine Oper für den hohen Besuch aufgeführt wurde. Es wurde Carmen von Bizet gegeben, der König ist aber mitten im Stück kurz eingenickt. Das war ihm etwas peinlich..
Zur Nacht gab es noch eine kulinarische Spezialität der Region um Bari: Orecchiette - Nudeln, die aussehen wie kleine Ohren. Sie werden aus Hartweizenmehl, Salz und lauwarmen Wasser hergestellt und mit einer Rübensauce serviert. Man isst halt, was man ist, dachte der König.
Am nächsten Tag besucht der König das berühmte Castel del Monte westlich von Bari auf dem flachen Land gelegen. Es gilt als berühmteste Burg der Welt und wird wegen seiner herausragenden Position in der kargen Landschaft und seiner achteckigen Grundform auch als Krone Apuliens bezeichnet.



Mauerwerk

Dieses imposante Castel wurde vom Staufferkaiser Friedrich II., vermutlich ein Vorfahr des Königs,  von 1240 bis 1250 errichtet. Der Kaiser hat natürlich nicht selbst Hand angelegt, dafür hatte er Leute, vermutlich Italiener. Der König hat ja auch für alles Mögliche sein Personal.
Da sitz ich nun, ich armer Tor ...

Nach einer Führung durch die Burg und einem guten Essen in der Burgküche fuhr des Königs Tross wieder nach Bari.
Aber nach einem kurzen Mittagsschläfchen musste der König die Sachen packen, die Zeit in Süditalien war um.  Aber er kommt sicher bald wieder nach Bella Italia, denn das Essen, die freundlichen, einfachen Leute und die schöne Gegend haben es dem kleinen Herrscher angetan.
Auf dem Rückflug erfuhr der König noch von einer hübschen Stewardess, dass Italien gar kein Kontinent, sondern nur eine Halbinsel ist.  Das erstaunte den König und er musste noch lange darüber nachdenken.

1 Kommentar:

  1. Magdalena Neuner (Poldi-Fan)13. März 2012 um 13:35

    Ach wie sehr wünscht sich der kleine Racker jetzt mal einen Auslandseinsatz inmitten einiger schöner Cousinen...

    Vielleicht wird dieser Traum ja sehr bald wahr.

    Man(n) wünscht es ihm ;-)

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