"Fremd ist der Fremde nur in der Fremde"
Karl Valentin

Donnerstag, 16. August 2012

Des Königs Reise nach Dänemark

Der er et yndigt land,

det står med brede bøge.






Ein Land, welches so einen Satz am Anfang seiner Nationalhymne zu stehen hat, das muss man doch mal besuchen, dachte sich der König. Dänemark kannte er bisher nur als flachgelegtes Transitland nach Norwegen. Was hinter dieser einen schnurgeraden Autobahn steckt, wollte er gern erfahren.


Tristesse pur
Das Wetter am Abreisetag ließ allerdings nichts Gutes erwarten. Sprühregen und böiger Wind ließen die Urlaubslaune auf den Gefrierpunkt sinken. Trübsinnig erwartete der König die Ankunft am Ferienhaus in Middelfart Asperup. Wegen des Schengener Abkommens gab es nicht einmal eine Begrüßung durch dänische Grenzpolizisten.
Der königliche Tankdeckel
Um die Laune des Königs aufzuhellen, erlaubte die Technikcrew dem Herrscher den nächsten fälligen Tankvorgang am Fahrzeug höchstselbst durchzuführen. Das machte ihm Spaß. Leider besudelte er sich die königliche Robe dabei ein wenig. Nach dem Tankstopp ging es noch über eine große Brücke auf die Insel Fünen, da war des kleinen Herrschers Laune schon wieder obenauf.

Brückenfahrt am Brückentag












Nach weiteren gefühlten zehn Stunden Fahrt erreichte die königliche Kutsche das Feriendomizil, welches sofort vom König inspiziert wurde: 140 m² Wohnfläche, große Terrasse, Blick aufs Meer, 200m Entfernung zum Strand, Whirlpool -  ja, geht so, dachte er sich.
Inspektion

Nach der Inspektion stand schon das dampfende Begrüßungsmahl auf dem Tisch. Es gab Gulasch mit Nudeln, eines von des Königs Leibgerichten.

Fast so lecker wie Rouladen











Das Mahl wurde leider von Motorgeräuschen gestört, die des Königs Ohr während der ganzen Urlaubszeit mit ihrer Kakophonie beleidigen sollten. Es waren Rasenmäher, die von den Dänen aus unerfindlichen Gründen den ganzen Tag betrieben werden. Na ja, Deutsche haben ihre Autos, die Dänen ihre Rasenmäher. Vielleicht gibt es ja auch eine Anordnung des dänischen Königshauses, täglich alle Grasflächen des Landes zu mähen. Könige sind manchmal komisch.





Dänische Freiheit
Während des Urlaubs, der weitgehend von Strandspaziergängen und Sonnenunter- bzw. aufgängen beherrscht wurde, unternahmen der König und seine Gastgeber und Reisegefährten auch verschiedene Ausflüge in die nähere Umgebung.





Ist das nicht schön?




Die Hafenstadt Frederica als erstes Ziel wurde an einem schönen sonnigen Tag besucht. Beim Eintreffen auf dem Marktplatz merkte der König sofort und instinktiv, dass hier irgend etwas nicht stimmte. Ein undeutliches, beklemmendes Gefühl bemächtigte sich seiner. Aber die Stadt präsentierte sich im schönsten Sonnenschein von ihrer besten Seite. Auf dem wunderschönen Marktplatz entstanden aus klitzekleinen Sprudelquellen rauschende Fontänen. Und weiter floss das Wasser der Quellen durch die gesamte Stadt und tat sich zu einem kleinen Fluss auf, der sich dann gurgelnd ins Hafenbecken ergoss. Kurz vor dem Hafen begegnete dem König ein Auto. Da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Menschen! Es war in der ganzen Stadt nicht eine Menschenseele zu sehen! Dem kleinen Herrscher fröstelte in der Sommerhitze. Am Hafen fand er dann des Rätsels Lösung. Eine Wassermine war  gefunden worden. Wahrscheinlich wurde die Stadt aus Sicherheitsgründen evakuiert. Aber warum ließ man des Königs Trupp einreisen? Und warum kam der kleine Herrscher aus deutschen Landen so nah an die tödliche Waffe heran? Hatte er die Dänen provoziert? Sollte er ausgelöscht werden? Der König wusste es nicht, wollte es auch nicht wissen und verließ die Stadt auf schnellstem Wege.
Knapp dem Tod entronnen















Nach weiteren schönen Sonnenaufgängen besuchte seine Plüschigkeit Schloss Egeskov. Weitläufige Verwandtschaft lebte dort und stellte ihre Besitztümer zur Schau. Das Wasserschloss wurde auf vielen tausend Eichenpfählen gegründet, daher auch der Name. Der bedeutet in des Königs Muttersprache "Eichenwald".

Schloss (im Hintergrund)
Der König besichtigte auf dem Schloss das herrschaftliche Geschirr aus feinsten Meißener Porzellan und Spielzeug aus längst vergangenen Zeiten. Nostalgische Gefühle kamen im König hoch und Tränen der Rührung traten ihm in die Augen. Aber weg mit diesen Gedanken, den Adel gibt es nicht mehr und der König lebt im Hier und Heute.
Auf dem Weg zur Schatzkammer kam der König an einem so genannten stillen Örtchen vorbei. Aber die Sauberkeit und die Praxistauglichkeit der altertümlichen Brille ließen zu wünschen übrig. So verschob der plüschige Herrscher sein eigentlich fälliges Geschäft auf später.

Ist wohl bloß Blech


In der Schatzkammer konnte der König die Krone des Herrschers von Egeskov anschauen. Sie war aber nicht so prunkvoll wie des Königs eigene Krone. Fand er jedenfalls.

Nach einem Spaziergang durch den herrschaftlichen Irrgarten ruhten der König und seine Begleitung ihre müden Glieder bei einer Tasse Kaffee aus.









 Am nächsten Tag sollte es ein besonderes Abenteuer für den König und die mitreisenden Kinder der Leibgarde geben: die Reiseleitung hatte ein Krabbenangeln geplant! Dabei wird dieses garstige Getier mit Salami (!), die ins Wasser geworfen wird, angelockt, mit Wäscheklammern gepackt und aus dem Wasser gezogen. Da die Gier der Krabben auf Salami enorm ist, konnten innerhalb kürzester Zeit vierzig Stück, das ist eine ganze Herde, angelandet werden. Aus dem eigentlich geplanten opulenten Krabben-Mittagessen wurde allerdings nichts, weil sich die örtlich zuständige Hausfrau aufgrund eines fehlenden Rezeptes weigerte, die Tiere zu schlachten, auszuweiden und zuzubereiten.

Bei welchem Winkel bricht die Schere?
Stattdessen führten der König und die Kinder psychologische und medizinische Versuche mit den Krabben durch. Dabei wurden vom König wieder einmal leichtsinnig elementarste Sicherheitsbestimmungen nicht beachtet, weswegen er dann folglich von einer Krabbe an der Nase gepackt wurde. Nur mit Hilfe der herbei eilenden Kinder konnte die Krabbe überwältigt werden und des Königs Nase blieb heil. Es hat auch gar  nicht geblutet.


Die Rache der geschundenen Kreatur
Holt Hilfe!













Aber nach diesem Vorfall wurden die Schalentiere auf Anordnung des Königs wieder ins Meer verbracht um Schlimmeres zu verhindern.
Bei einem schönen Sonnenuntergang konnte der König seine Nerven und seinen Puls wieder beruhigen.




Nach zwei weiteren Badetagen besuchte der König das Legoland in Billund. Entgegen seines Namens ist es aber kein eigenständiges Land, sonder nur eine Sonderwirtschaftszone, in die man nur nach Zahlung eines abnormen Begrüßungsgeldes einreisen darf.

Am Zollhaus von Billund


Zu sehen gab es dort – nun – Legosteine. Zusammengesteckt zu Flugzeugen, allen möglichen Gebäuden, Fahrzeugen, Märchenfiguren war dieses Legoland doch sehr sehenswert.

Kinder- und Männerträume
Die Menschen, die dort Steine zusammenstecken dürfen, haben es gut, sie können den ganzen Tag spielen.









Ganz anders der König. Den holt nach diesem schönen Urlaub wieder der Alltag ein, mit seinen Aufgaben und Sorgen.

Es liegt ein lieblich Land

Im Schatten breiter Buchen

Dienstag, 17. Juli 2012

Des Königs Reise nach Mexiko

Nachdem der König nun schon viele Teile der Welt gesehen hat, wollte er auch einmal Mittelamerika besuchen. 
Da, wo das Unglück der Dinosaurierer begann, da wo 1968 Tommie Smith und John Carlos gegen die Rassendiskriminierung in den USA protestierten und wo ein blutiger Drogenkrieg viele Menschenleben kostet, dorthin wollte König. 

Der König am Strand



Da aber die diplomatischen Beziehungen zwischen Mexiko und des Königs Reich nicht zum Besten bestellt sind, reiste der kleine Herrscher inkognito in einer Reisegruppe mit. Um unnötiges Aufsehen vor Ort zu vermeiden, wollte er auch seine königlichen Insignien nicht offen zeigen. Nach Ankunft der Gruppe in Cancún fuhr der Tross in klapprigen Bussen bis zu des Königs Herberge an der Riviera Maya. Als Begrüßung reichte der Hotelmanager und seine Gehilfinnen Cocktails mit bunten Früchten und Sonnenschirmchen. Der König musste vorsichtig sein, damit er sich nicht die Augen mit der Schirmspitze ausstach. 

Es folgte eine recht ereignisarme Woche am Strand. Das Baden machte dem König aber viel Spaß, auch konnte er die seltsamen Gebaren der vielen Touristen aus aller Herren Länder beobachten.

Der mit dem Delfin schwimmt
Lecker
 Höhepunkt der Woche war aber eindeutig das Schwimmen mit den Delfinen. In einem vom Meer abgetrennten Becken konnte der König inmitten dieser glitschigen Fische Tiere seine Runden drehen. Er durfte auch ihre schuppenlose Haut streicheln. Den Delfinen gefiel das wie auch dem König. Vor Wonne drehten sie sich auf den Rücken und boten ihren prachtvollen weißen Bauch zum Liebkosen dar. Das war aber dem König dann doch zu intim und er stieg wieder aus dem Wasser. Das sollten doch die Delfine unter sich ausmachen. Nach dem Abtrocknen trank der König noch ein paar Tequila, dem Nationalgetränk der Mexikaner.


Pyramide, verfallen
Die zweite Reisewoche war der Kultur und dem Kennenlernen von Land und Leuten vorbehalten. Dabei besuchte der König einige Ruinen der alten Maya-Kultur.
Diese Leute haben inmitten des Dschungels Pyramiden, Paläste, ja ganze Städte gebaut. Vieles ist heute verfallen und mit Grünzeug überwuchert. Es wohnt ja auch keiner mehr dort. In Cobá besichtigte der König die Nohoch Mul-Pyramide und den Ovaltempel. Man konnte auf die Pyramide klettern, der König verzichtete aber darauf. Im nah gelegenen, gleichnamigen Dorf konnte der König Nachfahren der Maya kennenlernen. Sie hatten kaum noch Federn auf dem Kopf und verkauften Tand und Kram an die Touristen.

Wer hat hier wen übern Tisch gezogen?


Touristen-Nepp









Palast des Bürgermeisters

 Die Architektur im Ort war nicht berauschend und riss den König nicht vom Hocker. Das sogenannte Trinkwasser aus dem örtlichen Brunnen sah sehr trüb aus und schmeckte würzig.

"Trinkwasserbrunnen"












Nächste und auch letzte Station war Chichén Itzá, eine große Ruinenstätte auf der Halbinsel Yucatán. Dort sind Steine in Schädelform, in Stein geritzte Nachrichten, steinerne Säulen und eben Ruinen aus Stein zu sehen.

Prächtige Aussicht (Hi, hi)

Eindrucksvoll für den König die Pyramide des Kukulcán und der Ringballplatz der Maya. Beim Ringballspiel wurden die Verlierer nach dem Spiel hingerichtet. Das gefiel dem König. „Da wird dann doch mal mit vollem Einsatz gespielt, nicht wie manche Fußballmannschaften bei der Europameisterschaft.“ dachte seine Plüschigkeit.



Folklore

Nach Rückkehr ins Hotel wurde vom Gastgeber noch ein bunter Abend organisiert. Folklore und Alkohol, das war eine unangenehme Mischung. Der König hielt tapfer durch.











Beim Rückflug drehte des Königs Jet noch eine Rund über die sonnige mexikanische Küste. „Sieht auch von oben sehr schön aus“. Mit diesen Gedanken schlummerte der König ein und wachte erst im heimatlichen Europa wieder auf.




Samstag, 7. Juli 2012

Des Königs Reise nach Hamburg


Der König wurde von einigen haltlosen Gesellen zu einer Vergnügungsfahrt nach Hamburg in die ruchlosesten Viertel dieser Stadt eingeladen. „Warum nicht mal über die Stränge schlagen?“ dachte sich der König und willigte ein. Nach einer angenehmen Bahnfahrt in einem ICE der deutschen Bahn, des Königs Lieblingsfuhrunternehmen, kam der Trupp in der großen Hansestadt an – und fand sich erstmal nicht im örtlichen S-Bahn-Netz zurecht.

Der Checker vor dem Plan

Da musste der Herrscher doch wieder höchstselbst die Richtung vorgeben.

Am Abend dann endlich, als es draußen schon dunkel war, fand die Reisegruppe den Hafen. „Na dann machen wir die Hafenrundfahrt halt in der Finsternis“ – gesagt, getan. Nach kurzer Suche in maritim geschmückten Kneipen fand man einen furchtlosen Kapitän, der für einen schnellen Euro alles tat.
Wie ein Käpt'n sieht der nicht aus

Auf seinem Seelenverkäufer gab es zum Einstand gekühlte Getränke. Dann ging es los, einmal für zwei Stunden im Hamburger Hafen hin und her.
Der König hat während dieser Rundfahrt zwar nicht viel gesehen, aber ordentlich geschaukelt hat es allemal.






Nachdem der König und seine Gastgeber wieder festen Boden unter den Füßen hatten, wurde als nächstes Ziel das Rotlichtviertel von Sankt Pauli mit seinen Kneipen ausgegeben. Verschiedene Etablissements mit berühmter Vergangenheit und bekannten Namen wurden angesteuert.


Boxerbilder (Hintergrund)

Des Königs Begleiter wurden immer haltloser und lauter. Überall mussten sie ja mehrere Biere trinken. Der König schämte sich ein bisschen. Nach lauten, deutlichen Worten seiner Plüschigkeit rissen sich die Burschen etwas am Riemen, so wurde es auch für den König und eine ihm unbekannte Plüschmaus noch ein schöner Abend.

Nur für eine Nacht ...




Die Plüschmaus hat der König später nicht wiedergesehen. Und seine Geldbörse war auch weg.

Montag, 18. Juni 2012

Des Königs Reise nach Polen


Um des Königs Gesundheit und Fitness zu stärken, beschloss des Königs Leibarzt, mit der Herrschaft eine Paddeltour zu unternehmen. Gepaddelt werden sollte auf polnischen Flüssen, auch um wieder einmal in den Genuss polnischer Gastfreundschaft zu kommen.

Des Königs Boot ist gerichtet
Nach anstrengender 6-stündiger Kutschfahrt erreichte des Königs Tross die Ortschaft Rytel in Pommern. Dort wohnten Angehörige eines Reisebegleiters des Königs. In der Herberge angekommen, begrüßte der Wirt ihn mit Hochprozentigem und der König stieß mit ihm auf die Gesundheit der Familie an. Mit einem reichlichen Mahl stärkte sich der König und seine Begleiter für die Strapazen der kommenden Tage.

Pause für die Garde












In drei Etappen zu je 20 Kilometern ging es an den ersten Tagen mit der Strömung den schönen Fluss Brda hinunter.
Des Königs Flotte




Seine Herrschaft ist erfreut









Drzewicz - Rytel – Woziwoda - Rudzki Most waren die Stationen, die des Königs Tross besuchte. Umgestürzte Bäume, reißende Strömung und viele Flussbiegungen verlangten dem Steuermann des Königs alles ab. Trotzdem kam es gelegentlich vor, dass des Königs Schiff unsanft an Hindernisse stieß. Der Steuermann handelte sich einige Rügen des Königs auf dieser Fahrt ein.


Durch Schilf und Gestrüpp
Ein Begleitboot des Königs blieb sogar an einem quer liegenden Baumstamm stecken. Ob es bis jetzt freikam, ist dem König nicht bekannt.








Nach einer weiteren Kutschfahrt zu des Königs nächster Station Brodnica konnte der plüschige Herrscher Quartier im ersten Haus am Platz nehmen. Bei einem Rundgang durch die Stadt entdeckte er ein gemütliches Wirtshaus, wo es verschiedene Fleischgerichte gab, und wo der König und seine Leute an den nächsten Tagen speisten und tranken.
Am Marktplatz zu Brodnica
An den nächsten zwei Tagen wurden weitere 40 Kilometer von des Königs Boot zurückgelegt. Der hiesige Fluss wird von Einheimischen Drwęca genannt, ist aber lange nicht so idyllisch wir die Brda und erfreute des Königs Auge nicht sehr. Am zweiten Paddeltag überraschte auch noch ein ausgiebiger Gewitterschauer des Königs Flotte. Die Robe des Königs war durchnässt. Der Herrscher war nicht sehr erfreut. Außerdem war ihm kalt und er musste niesen. Den eigentlich fälligen Schnupfen konnte er nur durch intensiven Einsatz von Wodka am Abend verhindern.
Regen, Regen stört uns nicht

Am letzten Tag der Reise wollte der König noch etwas von Land und Leuten sehen. So ließ er eine Mitfahrt auf einem Schiff über den OberländischenKanal buchen. Start war die ostpreußische Stadt Ostróda, Ziel sollte Elbląg sein. Der König bedachte aber nicht, dass neun Stunden auf einem kleinen Schiff doch sehr strapaziös sein können. Doch der Kapitän des Schiffes erfreute den König mit allerlei Seemannsgarn sowie feinsten Speisen und Getränken, so wurde dem kleinen Herrscher die Zeit dann doch nicht so lang.

Der Kapitän und sein Vorgesetzter
Auf seiner langen Reise in Richtung Norden überquerte das Schiff verschiedene geneigte Ebenen über Land. Das fand der König dann doch sehr wissenswert und er schaute sich diese Sache genauer an. Dabei fand er heraus, dass der Kanal von einem preußischen Ingenieur namens Georg Steenke erbaut wurde.

Sehr erstaunlich!

Die Schiffe werden auf Wagen abgesenkt, die wiederum auf Schienen einen Hang hinabfahren. Die Schiffe überwinden dabei einen Höhenunterschied von über hundert Metern. Besonders die schönen bunten Räder, über die die Technik gesteuert wird, faszinierten den König. Er konnte sich daran gar nicht satt sehen. Dass dieses Bauwerk in Polen noch steht und funktioniert ist doch sehr erstaunlich, dachte der König.

Schön blau
Da gehts runter

Müde und abgekämpft erreichte der König die schöne Stadt Elbląg. Von dieser Stadt hatte der König noch nie gehört, und doch gab es sie. Sehr erstaunlich. Nach kurzem Rundgang durch die Altstadt fuhr des Königs Kutsche vor und es ging wieder Richtung Westen. In der Herberge in Rytel pausierte der König noch für eine Nacht und konnte dann den restlichen Weg nach Haus ausgeruht antreten.

Die Reise war für den König sehr anstrengend. Vor allen Dingen Arme, Rücken, Beine und Kopf taten ihm etwas weh. Ein heißes Bad sollten ihn aber wieder auf die Beine bringen, um in Kürze weitere Abenteuer erleben zu können.

Montag, 4. Juni 2012

Des Königs Teilnahme am ATALANTA-Einsatz


Im letzten Jahr hat sich der König von der Wirksamkeit des Kampfes seiner Marine gegen die Piraten am Horn von Afrika überzeugen lassen. Lang ließen die Fotos und der Reisebericht auf sich warten. Das gesamte Material musste erst von der königlichen Prüfstelle durchgesehen und abgenommen werden, um dem Feind nicht wesentliche Details der militärischen Geheimnisse zu verraten.
Deswegen ist der Bericht auch relativ kurz gehalten und Bilder des Militärgerätes gibt es nicht en dètail zu sehen.

Des Königs Fregatte

Nach der Hinreise in verschiedenen Fliegern konnte der König sein plüschiges Quartier auf der Fregatte „Niedersachsen“ beziehen. 

Willkommen in Mombasa







Bei verschiedenen Landgängen in Kenia, Oman, Dschibuti und Somalia lernte der König abseits von jeglichen Touristenpfaden Land und Leute kennen. Große Tiere mit Höckern, winzig kleine Bananen oder auch bunte Blattwanzen, groß wie er selbst, brachten den König zum Erstaunen. Mit Stammeshäuptlingen über die Weiterreise verhandeln, exotische Märkte besuchen, im Wüstensand toben – so etwas hat dem König gut gefallen.

Nur ein Höcker!
Wanzen groß wie der König!












Aber der eigentliche Grund der Reise ist ja die Verteidigung von Volk und Vaterland dort in fernen Gefilden. An einer Boarding-Aktion konnte der König selbst teilnehmen. Dabei nahm sein Kommando drei Afrikaner in einem verdächtig erscheinenden Boot fest. Der König und seine Männer erkannten bei der Durchsuchung des Bootes, dass doch bloß Fisch und keine Bazookas geladen waren. Dem König klopfte das königlich-plüschige Herz trotzdem bis zum Hals. Nach einer ernsten Ermahnung, sich nicht mehr so verdächtig zu verhalten, konnten die Fischer wieder aus dem Gewahrsam entlassen werden. 

Lustiger Name - Salalah

Weiterhin wurde für den König eine Führung auf dem amerikanischen Schiff USS.Boxer organisiert. Das hat seiner Plüschigkeit gut gefallen. Hubschrauber, Sea-Harrier-Senkrechtstarter und Hovercrafts beeindruckten ihn sehr. Nur das Essen war nicht so toll. Fettige Pommes und immer nur Cola ist nicht des Königs Sache.
Schießübungen an Bord der „Niedersachsen“ und später der „Bayern“ waren an der Tagesordnung. Dabei zeigte der König den Soldaten seiner Garde, dass er nach genauem Zielen das Meer mit dem ersten Schuss präzise treffen konnte. Da ging ein Raunen durch die Menge der angetretenen Matrosen und Offiziere. Da hatte es ihnen ihr Oberbefehlshaber wieder einmal gezeigt!
Insgesamt sah der König aber, dass seine teuer ausgebildeten Soldaten ihren Job sehr gewissenhaft erfüllten. So hatte er am Ende der Reise das beruhigende Wissen, dass iPhones, Jeans, Fernseher und Plüschtiere ohne Gefahr aus dem fernen Osten in des Königs Reich transportiert werden konnten und des Königs Volk weiterhin ohne Sorge vor Mangel leben konnten.
Die Reise war selbst für den reiseerfahrenen König einmalig und er bedankt sich hiermit für die nette Begleitung auf dem gesamten Törn. Weitere Bilder der Reise.


Samstag, 2. Juni 2012

Des Königs Teilnahme am Drachenbootrennen


Des Königs Boot fährt zum Start










Aufmerksame Blogleser werden es wissen: der König ist begeisterter Wassersportler. Da sich unweit seines Schlosses die Möglichkeit ergab, an einem Drachenbootrennen teilzunehmen, griff der König die Gelegenheit beim Schopfe. Er befahl seine Getreuen um sich und ließ eine königliche Mannschaft bilden. 

Alle noch frisch
Am Regattatag gleich nach der Ankunft des Herrschers erfuhr er, sehr zu seinem Missfallen, dass Teile seines Teams mit fadenscheinigen Begründungen ihre Teilnahme abgesagt hatten. Der König war darüber nicht amüsiert. Er ließ frei herumlaufende Paddler als Ersatz herbeischaffen, so dass des Königs Boot doch mit Minimalbesatzung starten konnte. Ein tatsächlich erkrankter Untertan stellte dem König sein Eheweib als Trommlerin zur Verfügung. 


Frischpilzs

Nach einer ersten Stärkung am Frischbierstand ging es auch gleich aufs Wasser. Der Wettkampfmodus machte es möglich, dass dann trotz zweier knapper Niederlagen der zweite Platz in der Gruppe und damit der Einzug ins Viertelfinale erreicht wurde. Der König freute sich sehr und lobte seine Leute. 

1A - Takt


Dann ging es Schlag auf Schlag. Sieg im Viertelfinale, Niederlage im Halbfinale und schließlich das Rennen um Platz drei. In einem furiosen Finale verlor des Königs Team zwar äußerst knapp gegen die haushohen Favoriten Rumpaddler, wurde aber Sieger der Herzen. Dem König hat diese Regatta sehr gut gefallen. Auch seine Begleiter waren begeistert. Der König möchte sich hiermit bei den Veranstaltern des Spektakels bedanken. Sehr stolz ist der König auf seine Mannen, die bis in die späte Nacht bei Eiseskälte und böigem Wind ausharrten und den unerwarteten vierten Platz möglich machten. Auf diese Leute kann der König bauen.

Die letzten Getreuen mit Pokal