"Fremd ist der Fremde nur in der Fremde"
Karl Valentin

Samstag, 7. Juli 2012

Des Königs Reise nach Hamburg


Der König wurde von einigen haltlosen Gesellen zu einer Vergnügungsfahrt nach Hamburg in die ruchlosesten Viertel dieser Stadt eingeladen. „Warum nicht mal über die Stränge schlagen?“ dachte sich der König und willigte ein. Nach einer angenehmen Bahnfahrt in einem ICE der deutschen Bahn, des Königs Lieblingsfuhrunternehmen, kam der Trupp in der großen Hansestadt an – und fand sich erstmal nicht im örtlichen S-Bahn-Netz zurecht.

Der Checker vor dem Plan

Da musste der Herrscher doch wieder höchstselbst die Richtung vorgeben.

Am Abend dann endlich, als es draußen schon dunkel war, fand die Reisegruppe den Hafen. „Na dann machen wir die Hafenrundfahrt halt in der Finsternis“ – gesagt, getan. Nach kurzer Suche in maritim geschmückten Kneipen fand man einen furchtlosen Kapitän, der für einen schnellen Euro alles tat.
Wie ein Käpt'n sieht der nicht aus

Auf seinem Seelenverkäufer gab es zum Einstand gekühlte Getränke. Dann ging es los, einmal für zwei Stunden im Hamburger Hafen hin und her.
Der König hat während dieser Rundfahrt zwar nicht viel gesehen, aber ordentlich geschaukelt hat es allemal.






Nachdem der König und seine Gastgeber wieder festen Boden unter den Füßen hatten, wurde als nächstes Ziel das Rotlichtviertel von Sankt Pauli mit seinen Kneipen ausgegeben. Verschiedene Etablissements mit berühmter Vergangenheit und bekannten Namen wurden angesteuert.


Boxerbilder (Hintergrund)

Des Königs Begleiter wurden immer haltloser und lauter. Überall mussten sie ja mehrere Biere trinken. Der König schämte sich ein bisschen. Nach lauten, deutlichen Worten seiner Plüschigkeit rissen sich die Burschen etwas am Riemen, so wurde es auch für den König und eine ihm unbekannte Plüschmaus noch ein schöner Abend.

Nur für eine Nacht ...




Die Plüschmaus hat der König später nicht wiedergesehen. Und seine Geldbörse war auch weg.

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